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Philipp_Ps Arbeitsbilder

    Mahlzeit zusammen
    Ich will diesen Thread nutzen, um euch mal die Bilder zu zeigen, die ich bei der Arbeit so mache. Immer nur die virtuelle Landwirtschaft wird ja auch mal langweilig ;)


    Hier geht's zum Bilderalbum



    Da wir bei der Ernte Hilfe von unseren Nachbarn bekamen, war es selbstverständlich, dass wir auch bei ihnen geholfen haben, hier habe ich aber nicht viele Bilder gemacht. Wieder waren wir mit 4 Schleppern und insgesamt 7 Anhängern dabei den Mais von A nach B zu bringen.
    Der Walzschlepper kam am zweiten Tag mit einer neuen Gabel zu uns, anstatt mit dem Schild, dass er sonst hatte. Gefallen hat es dem Fahrer nicht. Zum einen ist die Steuerung der Fronthydraulik nicht gut zu bedienen, bei solchen Aufgaben, zum anderen ist die Hydraulik an der Gabel zu klein dimensioniert, um eine volle Gabel zu heben.


    Mittlerweile ist der ganze Raps versteckt und die nächste Frucht möchte auf den Acker. Jetzt heißt es Roggen drillen

    Auf den meisten Schlägen bestand die Saatbettbereitung nur aus der Arbeit mit der Scheibenegge, teilweise parallel zur Aussaat, nur auf einem Feld mussten wir ziemlich intensiv arbeiten. Zu erst wurde der Boden mit einem Tiefengrubber gelockert, dann mit einem Grubber mit Flügelscharen grob eingeebnet und zum Schluss habe ich mit einer geliehenen Horsch Joker Scheibenegge alles wieder schön glatt gemacht. Problem bei dieser intensiven Arbeit: Steine

    Damit ich mir meine schöne Pronto nicht kaputt fahre, mussten die Störenfriede vorher vom Feld geholt werden. Wer schonmal Steine lesen durfte, weiß, was das für eine unschöne Arbeit ist. Ich habe an einem Nachmittag zwar nur eine Runde ums Feld geschafft, aber mein THK5, auf den ich die Steine abgeladen habe, hat trotzdem gut tragen müssen.



    Endlich gibt es mal wieder ein Update :D

    Das Saatgut hole ich bei unserem Saatgut-Händler/Vermehrer des Vertrauens circa sieben Kilometer entfernt von unserem Hof im Industriegebiet der nächsten Stadt. Der Händler hat seine Vermehrer in der Region und einige Vermehrungsflächen liegen sogar direkt neben unseren Flächen, so dass ein Teil des Saatguts direkt aus der Nachbarschaft stammt. Wenn man irgendwelche Sonderwünsche hat oder einfach nur Sorten, die er nicht in der Vermehrung hat, kann man dir natürlich auch bekommen, die sind dann halt in BigBags gesackt und nicht in solchen Metallkisten gelagert.

    Der Anhänger, mit dem ich das Saatgut hole, ist mehr oder weniger in Unikat. Die Landmaschinenwerkstatt,, zu der wir noch heute unsere Technik bringen, hat ein paar davon gebaut und verkauft und heute laufen davon vielleicht noch zwei oder drei, der Rest wurde im Laufe der Zeit verkauft, verschrottet etc. Die ursprüngliche Aufgabe des Anhängers liegt im Transport von Dünger und im Beladen von Düngerstreuern. Da die Kippbrücke sehr hoch liegt, kann man mit einem Düngerstreuer hinten unter die Rutschen fahren und den Dünger über zwei Schieben umladen. Da unser Düngerstreuer mittlerweile höher ist, als die Düngerstreuer damals, haben wir extra zwei Böcke, auf den wir den Anhänger rauffahren können, damit der Streuer noch unterpasst.

    Normalerweise verlade ich das Saatgut mit unserem Case CS86, mit dem ich auch Steine gelesen habe. Als ich einmal versucht habe, den Anhänger mit dem CS anzukippen, damit das Saatgut nach hinten nachrutscht, versagte auf einmal scheinbar die Hydraulikpumpe. Keine Steuergeräte funktionierten, die Lenkung ging nicht mehr, ich konnte nur noch vorwärts fahren, um den Anhänger nicht zu blockieren. Als Ersatz musste ich unsren Hoflader schnappen, das Saatgut, wie sonst auch, per Rutsche und Schieber in die Molle bringen und es dann mit dem Lader in den Saatguttank der Drille kippen. Einziges Problem: Der Schäffer kommt nicht hoch genug ;(

    Ich musste die Molle oben auf dem Saatguttank ablegen und das Saatgut per Hand rauskriegen, was dank der Mittelverstärkung in der Molle nicht einfacher gemacht wurde.


    Mal wieder was Neues, und dieses Mal etwas aktueller

    Jetzt wo die Anhänger nicht mehr gebraucht werden, kommen sie wieder in die Scheune, ins Trockene. Da die Scheune sehr verwinkelt und alt ist, muss ich die Anhänger mit einem Traktor rückwärts reindrücken, bis sie auf ebenem Scheunenboden stehen. Wenn ich die Anhänger nicht mehr über große Kanten und Auffahrten bewegen muss, hänge ich um und rangiere mit unserem Schäffer Hoflader weiter, für den wir extra ein Zugmaul für die Werkzeugaufnahme haben. (Das Teil ist im Grunde eine Platte, die auf einer Seite eine passende Werkzeugaufnahme hat und auf der Anderen ein Zugmaul, recht einfache Konstruktion)

    Durch die Wendigkeit des Schäffers ist das Rangieren ein Kinderspiel, aber man muss immernoch gut aufpassen, keine ruckartigen Bewegungen zu machen. Die Anhänger haben ein Leergewicht von 4to, der Schäffer ein Gewicht von vielleicht 1,5to, wenn man da falsch rangiert kann der Anhänger einen schon mal umdrücken/-ziehen


    Ich habe die kalten Tage mal genutzt, und ein paar Kleinigkeiten erledigt, die noch anstanden.

    Da unser neues Düngeprogramm den Entwicklungsstand der Pflanzen im Winter wissen wollte, musste ich einen Vormittag mal wieder die Felder abfahren und nachschauen. Bei solchen Arbeiten bemerke ich oft, in was für einer schönen Gegend ich doch lebe und arbeite. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass der Frost der letzten Tage den Boden gut durchgefroren hätte, darum bin ich nur mit Arbeitsschuhen aufs Feld gegangen. Es stellte sich heraus, dass die Sonne in den Fahrgassen schon ganze Arbeit geleistet hatte.

    Ende vom Lied: Ich war nach der Feldwanderung ne Ecke größer als vorher ^^

    Da die Gülle auch bald wieder raus aufs Feld kommen soll, habe ich noch rechtzeitig Proben gezogen. Die Proben werden zum Labor geschickt und in ein paar Tagen habe ich dann einen Bescheid, wie viel Nährstoffe so in einem Kubikmeter Gülle steckt.

    Um an die Gülle erstmal ranzukommen, musste ich MacGyver spielen: ein langer Stock, ein Joghurt, ein paar Spax-Schrauben und Klebeband wurden von mir kurzerhand zum Gülleschorpper zusammengepuzzelt

    Thema Nährstoffe und Düngung: Unser Düngeranhänger, mit dem ich im Herbst auch Saatgut hole, hat eine Überladeschnecke spendiert bekommen ^^

    Schluss mit den schweren Auffahrrampen!

    Schluss mit dem Trara, wie das Saatgut jetzt in die Drillmaschine kommt!



    Unsere Düngeschnecke hat mittlerweile schon so einige Tonnen gefördert und wir wollen sie nicht mehr hergeben. Das Laden geht schneller, einfacher und ohne die alten Holzrampen auch weit rückenschonender als letztes Jahr.

    Unser Misthaufen ist mittlerweile auch schon weit verteilt worden. Bevor der Lohner mit seiner Streuer-Kompanie anrückte, musste ich noch zügig eine Probe ziehen, damit ich auch weiß, was da jetzt auf den Acker geschmissen wird. Eine Mistprobe ziehen läuft so: Man nimmt an diversen Stellen im Misthaufen eine kleine Probe, packt alle Proben in eine große Wanne, vermengt sie schön zu einer möglichst homogenen Gesamtprobe und schickt etwas mehr als 1kg ins Labor. Zwischen losschicken das Pakets und der Ankunft des Prüfberichts muss man dann noch bangen, ob das Paket nicht zufälligerweise beschädigt wurde und das Postauto jetzt grundsaniert werden muss :D Nachdem der Mist gestreut wurde, ging es dann wieder mit der Bodenbearbeitung los. Ich habe den Mist flach eingescheibt und mein Vater kam mit dem Pflug hinterher


    Letztes Jahr habe ich als Versuch eine Hälfte unseres Mais gelegt, die andere Hälfte gedrillt. Bei der Ernte kam dann das Ergebnis: Der gelegte Mais hatte fast durchgehend zwei ordentliche Kolben entwickelt während der gedrillte Mais das nur in selten Fällen geschafft hat. Dieses Jahr habe ich daher nur gelegt. Unterwegs war ich dafür mit unserem Case Maxxum 115X und einer Accord Optima. Der Maxxum steht seit letztem November bei uns auf dem Hof, als Nachfolger für den Case CS. Die Accord hingegen ist schon seit mehr als 15 Jahren bei uns und verbrachte ihre letzten Jahre in einer Ecke unserer Scheune, da mein Vorgänger den Mais hat legen lassen.


    Unseren Dünger haben wir normalerweise bei einem "Umschlagplatz" des Händler geholt. Dort standen gewogene BigBags, die mittels Teleskoplader über die Anhänger gehoben und dann geleert wurden. Als die BigBags leer waren, hat uns der Händler gefragt, ob er den Dünger auch lose bringen könnte, weil das absacken, wiegen, be- und entladen sonst recht aufwendig wäre und so kam es dann, das uns 10t Dünger dann lose ins leere Maissilo gekippt wurden. Den Haufen haben wir dann mittels Frontlader, später mit unserem Hoflader in den Düngerstreuer geladen

    PS: Weil der Beitrag mittlerweile zu lang geworden ist, habe ich die obersten Einträge gelöscht. Die Bilder sind noch da, sind nur nicht mehr hier mit aufgezeigt



    Ich hoffe euch gefallen die Bilder und der Einblick in meinen Arbeitsalltag :)